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Aktuelles

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Aktuelle Informationen und Seminare der Deutschen Fachwerktrasse



Deutscher Fachwerktag 2023


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Deutscher Fachwerktag 2023

Der neunte Deutsche Fachwerktag und der Tag des offenen Umgebindehauses finden am 28. Mai 2023 statt.

In der Oberlausitz findet am gleichen Tag der "Tag des offenen Umgebindehauses" statt. Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.umgebinde.haus

Der Deutsche Fachwerktag soll das Fachwerk in unseren Mitgliedsstädten noch stärker in das Bewusstsein der Bürger rücken. Es sollte noch deutlicher dargestellt werden, dass wir mit dem vorhandenen Fachwerkbestand von rund 100.000 Fachwerkhäusern in unseren Mitgliedsstädten ein einmaliges und schützenswertes Kulturgut besitzen, dessen Erhalt uns als große Verpflichtung gelten sollte und das für Eigentümer und Städte ein einmaliges Kapital darstellt.


Gästeführerseminare 2022/2023

 Programm Gästeführerseminar Block III
Programm Gästeführerseminar Block III. Programm Gästeführerseminar Block III
Programm Gästeführerseminar Block III.

Gästeführerseminare 2022/2023

Die nächsten Gästeführerseminare (Block IV) werden voraussichtlich im Februar 2023 durchgeführt.

 

Die nächsten Gästeführerseminare Block III - Holz und Verzimmerung,

finden am Mittwoch, den 30. November 2022 und am Donnerstag, den 1. Dezember 2022

als Präsenzveranstaltung in Fulda-Johannesberg statt. Die Anmeldeunterlagen werden zeitnah versandt.

Am 9. und 10. Juni 2022 fanden unter reger Beteiligung die Gästeführerseminare mit dem Thema Fachwerkentwicklung wieder als Präsenzveranstaltung statt. Auf­grund der begrenzten Teil­nehmerzahl wurde der Block II – Fachwerkentwicklung des Fortbildungssystems an zwei Ta­gen angeboten.

Prof. Gerner begeisterte die rund 50 Teilnehmer mit den Ausführungen des Fachwerks in Deutschland und weltweit sowie mit Beispielen historischer Farb­fassungen vom 15. bis 20. Jahrhundert. Die regionalen Ausprägungen des Fach­werks in Deutschland von der Alsfelder Strebe bis zu den Umgebindehäusern waren ebenfalls ein Thema beim Seminar. Im Rahmen der Abschlussgespräche hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen an den Fachwerkexperten, Herrn Prof. Dipl.-Ing. Manfred Gerner, zu stellen.

Zum Abschluss der beiden Seminartage haben sich weitere drei Gästeführer für das Fach­werkgästeführer-Diplom qualifiziert und bekamen am Ende der Semi­nartage von Prof. Gerner die Urkunden überreicht. Die Diplomanden kamen aus den Mitgliedsstädten Besig­heim, Limburg und Eppingen. Das insgesamt sechstä­gige Seminar zur Erlan­gung des Fachwerkgästeführer-Diploms erfreut sich im­mer größerer Beliebtheit. Die Themen der Seminarblöcke zeigen dabei nicht nur die geschichtlichen Hintergründe vom Fachwerk, sondern vermitteln vielmehr die aktuelle Relevanz von Fachwerkbauten im Spiegel von Kli­maschutz, umweltver­träglichem Bauen und der Entwicklung des ländlichen Raums. Mehr als 140 Gästeführer der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und der Deutschen Fachwerkstraße sind inzwischen mit einem Fachwerkgäste­führer-Diplom ausgezeichnet worden. Für den kommenden Herbst ist die Durchführung der Seminarblöcke III und IV, d.h. „der Baustoff Holz“ und „Formen, Schmuck und Symbolik“ vorgesehen. Die Termine werden rechtzeitig veröffentlicht und Interessensbekundungen schon jetzt gespeichert.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und die Deutsche Fachwerkstraße sind daran interessiert, über den Weg der Fachwerk-Gästeführerseminare den Stadtführern und allen Fachwerkinteressierten das Thema Fach­werk näher zu bringen. Dabei legen die einzelnen Referenten während der sechs Seminartage höchsten Wert auf eine qualitätsvolle Vermittlung der Inhalte. Mehr als 100 Gästeführer unserer Mitgliedsstädte wurden bereits mit dem Fachwerk-Gästeführer-Diplom ausgezeichnet. Sie sind über die Darstellung des Fachwerks hinaus Mittler zum Thema Pflege und Denkmalschutz unserer historischen (Fachwerk-) Bausubstanz, und dienen sowohl den Gästen als auch den Eigentümern von Fachwerkgebäuden mit Informationen zur historischen Substanz, mehr aber noch der Motivation, ei­nen Beitrag zum Erhalt unserer Fachwerksubstanz zu leisten.

In dem Blocksystem zur Erlangung des Fachwerkgästeführer-Diploms werden in Fulda-Johannesberg für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und der Deutschen Fachwerkstraße regelmäßig alle sechs Themenblöcke angeboten. Auch Gästeführerinnen und Gästeführer aus Städten und Gemeinden, die nicht der Arbeitsgemeinschaft angehören sind herzlich willkommen.

Block I - Denkmalschutz und Denkmalpflege
Block II - Fachwerkentwicklung
Block III - Holz und Verzimmerung
Block IV - Fachwerk, Schmuck und Symbolik
Block V - Wie vertrete ich als Gästeführer meine Fachwerkstadt?
Block VI - Fachwerk im Spiegel der Baustile und Kunstgeschichte


Messe "denkmal Leipzig" 2022


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Messe "denkmal Leipzig" 2022

Wir sind dabei"

Besuchen Sie uns auf der "Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung in der Halle 2 - Stand D34.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Ninas Fachwerkliebe - Der Reiseblog für Fachwerk- und Städtereisen 2022

 Marktbreit - Malerwinkel, Foto: Nina Herold
Marktbreit - Malerwinkel, Foto: Nina Herold.

Ninas Fachwerkliebe - Der Reiseblog für Fachwerk- und Städtereisen 2022

Nina Herold erkundet und fotografiert am liebsten Altstädte, noch lieber Fachwerkstädte und sie beschäftigt sich ausgiebig mit ihren Geschichten und den Sehenswürdigkeiten.

Das Herz von Nina Herold schlägt für das Fachwerk und für die wunderschönen Fachwerkhäuser. Was liegt da näher für die Deutsche Fachwerkstraße, als mit Ninas Fachwerkliebe zusammenzuarbeiten.

In den sozialen Medien ist sie mit ihren Reiseblogs auf Instagram und Pinterest unterwegs. Ihre Blogs mit den Städtetrips zur Deutschen Fachwerkstraße sind zunehmend erfolgreicher, wie die Anzahl der Follower belegt. Im Dezember 2021 waren es 10.000, aktuell interessieren sich knapp 16.400 Follower für die Fachwerk-Blogs. Für die Deutsche Fachwerkstraße hat Nina Herold darüber hinaus eine eigene Rubrik auf ihrer Hompage eingerichtet.

Seit April 2022 ist sie jeden Monat drei Tage in einer Fachwerkstadt der Deutschen Fachwerkstraße unterwegs und nimmt ihre Follower mit auf eine Fachwerk-Entdeckungsreise. Sie informiert dabei über Fachwerk- und Altstadt-Highlights, Stadtgeschichte, Museen, Aktivitäten. Nina Herold macht Aufnahmen von den schönsten Perspektiven, fotogenen Sehenswürdigkeiten und Hotels in denen sie übernachtet. Sechs Städte der Deutschen Fachwerkstraße hat Nina Herold seit April bereits besucht.

www.ninasfachwerkliebe.de


Geschichten am FachwerkMittwoch


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Geschichten am FachwerkMittwoch

Facebook-Kampagne der Deutschen Fachwerkstraße wird mit großem Interesse verfolgt

39 Fachwerkstädte, über 75 vorgestellte, außergewöhnliche Fachwerkhäuser: Die Facebook-Kampagne „Geschichten am FachwerkMittwoch“ der Deutschen Fachwerkstraße begeistert seit rund 1,5 Jahren bei Facebook.

Jeden Mittwoch wird ein Fachwerkgebäude aus den Mitgliedsstädten vorgestellt. Ob ein privates Wohngebäude mit einer wechselvollen Geschichte, ein monumentales Fachwerkrathaus oder das kleine, gemütliche und liebevoll sanierte Fachwerk-Café von nebenan: Jedes der Fachwerkgebäude in unseren Fachwerkstädten hat eine ganz einzigartige Geschichte zu erzählen, die es wert ist, geteilt zu werden.

Die Gebäude verdeutlichen die Vielfalt und Einzigartigkeit jeder einzelnen unserer Fachwerkstädte. Gleichzeitig repräsentieren sie aber auch regionale Besonderheiten zur Bau- und Lebensweise der Menschen bis heute.

Freuen Sie sich auf viele weitere spannende Geschichten jeden Mittwoch auf der Facebook-Seite der Deutschen Fachwerkstraße!


Fachwerk, Kurven und Genuss

 Foto: MOTORRADSTRASSEN/Peter Wahl
Foto: MOTORRADSTRASSEN/Peter Wahl.

Fachwerk, Kurven und Genuss

Projekt Motorradreisen auf der Deutschen Fachwerkstraße

Es war schon ein wahrer Marathon, der zusammen mit unserem Kooperationspartner „MOTORRADSTRASSEN.de“ bewerkstelligt wurde. Aber es hat sich gelohnt. Für Motorradreisende stehen entlang der Deutschen Fachwerkstraße nunmehr 27 Rundtouren in den acht Regionalstrecken, die jeweils auch alle Mitgliedsstädte einbinden und 121 Start-/Zieltouren, die von den einzelnen Mitgliedsstädten ausgehen, zur Verfügung.

Für die Start-/Zieltouren sind die Adressen der Touristinformationen jeweils mit einem Tourcode versehen, um die Start-/Zielstrecke zu laden und auf das Navigationssystem zu übertragen. Das System ist ebenso für die großen Rundtouren der Regionalstrecken zu handhaben. So lassen sich für Reisende mit dem Motorrad einfach und bequem die Routen der Deutschen Fachwerkstraße erkunden. Natürlich lassen sich auch die einzelnen Touren der Regionalstrecken miteinander kombinieren.

Die Motorradtouren auf der Deutschen Fachwerkstraße versprechen wundervolle Fachwerkstädte, erlebnisreiche und genussvolle Strecken, viele Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke und in den Fachwerkstädten. Treffs für Motorradfahrer und Geheimtipps fehlen ebenfalls nicht. Die Touren sind so angelegt, dass man sich Zeit nehmen kann um die wundervollen Fachwerkstädte ausgiebig zu entdecken – am besten natürlich durch eine fachkundige Stadtführung durch einen der vielen zertifzierten Stadtführer:innnen in den Mitgliedsstädten. Neben dem Themenportal „Motorrad“ der Deutschen Fachwerkstraße, in das die ersten Touren bereits eingestellt sind, ist auch eine Themenbroschüre in Vorbereitung. Ebenfalls sind bereits vier Magazinausgaben von MOTORRADSTRASSEN.de mit insgesamt 46 Seiten zur Verfügung. Und der kleine Ausblick auf das kommende Jahr: Die Deutsche Fachwerkstraße kann die Motorradtouren über den Kooperationspartner MOTORRADSTRASSEN.de im Louis-Tourenatlas veröffentlichen, der dann über die Louis Filialen im Bundesgebiet für Interessierte Motorradreisende zur Verfügung steht und natürlich auch Online bestellt werden kann. Eine schöne weitere Vertriebsmöglichkeit für die Deutsche Fachwerkstraße zum Thema „Motorradreisen auf der Deutschen Fachwerkstraße“.

 


Die Deutsche Fachwerkstraße im Reisemarkt Belgien aktiv

 Workshop Belgien - Foto: DZT/Thomas Blairon
Workshop Belgien - Foto: DZT/Thomas Blairon.

Die Deutsche Fachwerkstraße im Reisemarkt Belgien aktiv

Deutsche Fachwerkstraße auf dem Deutschland Workshop der Deutschen Zentrale für Tourismus

Zusätzlich zu den Aktivitäten im Online- und Social-Media Bereich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus ist die Deutsche Fachwerkstraße auch vor Ort präsent, um mit Reiseveranstaltern und Presse ins Gespräch zu kommen und die Angebote der Deutschen Fachwerkstraße und der Mitgliedsstädte vorzustellen.

Auch für Reiseveranstalter ist die Deutsche Fachwerkstraße attraktiv. Das konnte Volker Holzberg in vielen geführten Gesprächen auf dem Deutschland Workshop der Deutschen Zentrale für Tourismus – Auslandsvertretung Belgien – feststellen. Angemeldet hatten sich 85 relevante Multiplikatoren von Reiseveranstaltern, Leitmedien der Presse, Vertreter von Kulturreisen und Reisclubs, die Deutschland bereits aktiv vermarkten oder neue Destinationen und Themen suchen. Für die Deutsche Fachwerkstraße ist Belgien ein Markt mit Potenzial. Die Angebote der Deutschen Fachwerkstraße und der Mitgliedsstädte stießen beim Fachpublikum auf großes Interesse. Rundreisen mit dem Auto, Fahrradreisen, Wanderreisen, Kultur- und Bildungsreisen, Wohnmobiltouren sind Angebote der Deutschen Fachwerkstraße, die im Fokus der Gespräche standen. Zunehmend mehr spielt bei der Nutzung der Verkehrsmittel auch im belgischen Markt die Bahn eine wichtige Rolle. So sind die Bahnreisen für einen Deutschlandurlaub bis zum Ende des dritten Quartals 2022 von 12% im Boomjahr 2019 auf mittlerweile 16,5% gestiegen.

Belgien gehört mit zu den wichtigsten Incomingmärkten für Deutschland. Belgier sind Lebensgenießer. Gute Übernachtungsmöglichkeiten spielen eine große Rolle. Gute Gastronomie, regionale Spezialitäten und freundlicher Service werden geschätzt. Social Media hat in Belgien eine hohe Nutzerzahl, Facebook bspw. 79%. Für den Urlaub hat der Pkw als Verkehrsmittel mit 72% einen hohen Stellenwert.

 

 


Kooperation Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. und Deutsche Fachwerkstraße


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Kooperation Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. und Deutsche Fachwerkstraße

Wer gern und viel mit dem eigenen Auto, Wohnmobil oder Campingwagen unterwegs ist, sollte einen starken Partner an seiner Seite haben. Eine gute Wahl ist der von FOCUS MONEY als Deutschlands fairster Automobilclub ausgezeichnete ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. Dieser bietet seinen Mitgliedern bei Panne oder Unfall kompetente Hilfe – europaweit. Darüber hinaus berät der 150.000 Mitglieder zählende Club bei allen Fragen rund um das Reisen, Camping, Fahrzeugtechnik und Verkehrssicherheit.

Hauptsitz des 1928 in Soldin bei Frankfurt/Oder als KVDB Kraftfahrervereinigung Deutscher Beamter gegründeten Automobilclubs ist heute das mittelfränkische Bad Windsheim – eine unserer Mitgliedsstädte an der gerade neu gegründeten Regionalstrecke Franken.

Organisiert ist der Club in acht Landesverbände mit über 50 Ortsclubs. Die Mitglieder schätzen den umfassenden touristischen Service. Eine der beliebtesten Leistungen ist dabei das ARCD-Urlaubspaket. Das Package im Wert von 30 Euro kann einmal pro Jahr von jedem Mitglied kostenlos abgerufen werden. Es um umfasst ausgesuchtes Kartenmaterial, detaillierte Streckenvorschläge und Insidertipps für ein durch das Mitglied gewähltes Wunsch-Reiseziel. Wenn ein zur Deutschen Fachwerkstraße gehörendes Reiseziel gewünscht wird, enthält das ARCD-Urlaubspaket im Rahmen unserer neuen Kooperation künftig Informationen zur Fachwerkstraße und den angeschlossenen Städten oder Attraktionen. Darüber hinaus finden ARCD-Mitglieder zehnmal im Jahr in ihrem Briefkasten die Auto&Reise – das ARCD-Clubmagazin. Zudem informieren verschiedene Newsletter monatlich zu speziellen Interessensgebieten. Abgerundet wird das Portfolio durch das ARCD-Reisebüro. Dieses bietet Individual- und Gruppenreisen aller großen Reiseveranstalter. Darüber hinaus werden dort eigene Individual- und Gruppenreisen konzipiert. Zentrales Thema sind dabei Reiseangebote innerhalb Deutschlands, wo künftig auch die Deutsche Fachwerkstraße zu einer festen Größe entwickelt werden soll.

„Das Leistungsangebot macht den ARCD für die Fachwerkstraße zu einem interessanten Partner“, ist Volker Holzberg überzeugt. „Gemeinsam mit den Tourismusexperten des ARCD werden wir attraktive Angebote entwickeln und so positive Impulse für unsere Mitgliedsstädte generieren“, betont der Vorsitzende des Marketingausschusses Deutsche Fachwerkstraße. Ganz oben auf der Agenda steht nun die Entwicklung von Camping-Tipps entlang der Fachwerkstraße sowie das Schnüren von Kultur-Paketen.


TExTOUR - Kultur- Tourismus in Europa neu gedacht

 Großschönau, Umgebindehäuser an der Mandau (Foto: Dr. Uwe Ferber)
Großschönau, Umgebindehäuser an der Mandau (Foto: Dr. Uwe Ferber).

TExTOUR - Kultur- Tourismus in Europa neu gedacht

Das neue Projekt der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte „TExTOUR“ – im Rahmen des europäischen Forschungsrahmenprogramms „HORIZON 2020“ gefördert – hat zum Ziel, innovative und nachhaltige Kulturtourismus-Strategien zu entwickeln und vor allem die Entwicklung peripherer ländlicher Regionen in Europa zu unterstützen und auszubauen.

Kulturtourismus spielt eine bedeutende Rolle in der heutigen Gesellschaft und Ökonomie. 2018 fielen rund 37 % des gesamten touristischen Sektors auf den Kulturtourismus ab, die jährlichen Zuwachsraten liegen hier bei nahezu 15 %. Doch auch der gesamte Tourismussektor wurde schwer von der COVID-19 Pandemie getroffen. Die OECD ermittelte einen Rückgang des internationalen Tourismus in 2020 um 80 %. Aufgrund dessen arbeiten viele Länder an einem widerstandsfähigen Tourismus auf Basis von digitalen Strategien und einer nachhaltigen Neustrukturierung des Tourismussektors.

Um diesen touristischen Rückschlag durch die Pandemie entgegenwirken zu können, muss der Tourismus lokal und auch überregional neu gedacht und die vorhandenen kulturellen, sozialen und natürlichen Potentiale optimal genutzt werden. Die historisch wertvollen Kulturstätten müssen daher mit Unterstützung der Wissenschaft durch digitalen Fortschritt, Gastronomie, lokale Identität, Kultur und Werte sowie durch immaterielle Güter in Wert gesetzt werden. Das im Rahmen von HORIZON 2020 geförderte EU-Projekt TExTOUR (Soziale Innovation und TEchnologien für einen nachhaltig wachsenden und partizipativen TOURismus) analysiert und entwickelt hierzu neue Strategien, um die sozio-ökonomische Entwicklung peripherer ländlicher Räume mit kulturtouristischem Potential zu unterstützen. Das Projekt wird an vorhandenen touristischen Strukturen, wie unserer Deutschen Fachwerkstraße, ansetzen und auch neue nachhaltige Strategien entwickeln und fördern. Auf diesem Weg wird TExTOUR von acht kulturtouristischen Pilotquartieren vor Ort in verschiedenen europäischen und außer-europäischen Regionen begleitet.

Die ausgewählten Pilotregionen zeigen grundlegend unterschiedliche Voraussetzungen auf, welche es dem Projekt ermöglichen, eine möglichst große Bandbreite von kulturtouristischen Szenarien – inländisch oder küstennah, städtisch oder ländlich, zentral oder peripher gelegen, mit verschiedenen sozialen, ökonomischen und natürlichen Gegebenheiten – abzubilden.

Unser Projektkoordinator Daniel Basulto unterstreicht „Ein nachhaltiger Kulturtourismus beinhaltet einen integrierten Umgang mit dem kulturellen Erbe auf der einen und dem Tourismus auf der anderen Seite. Es geht darum, mit den lokalen Partnern vor Ort zusammen zu arbeiten, um alle Vorteile gleichermaßen und für jeden Partner ausnutzen zu können. Dieser Grundsatz sieht den Erhalt des materiellen und immateriellen kulturellen Erbes einerseits und die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus andererseits vor.“

Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem TExTOUR-Projekt werden auf der projekteigenen und frei zugänglichen digitalen Plattform verfügbar sein. Dies ermöglicht vor allem der Politik, lokalen Gruppen und kulturtouristisch verankerten Akteuren die kulturtouristischen Strategien auf ihre eigenen Angebote anzuwenden. Die digitale Plattform wird Maßnahmen und Strategien für einen nachhaltigen, sozialen, ökonomischen und europäisch verbundenen Kulturtourismus darstellen, der die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort in den Pilotquartieren berücksichtigt. Andere europäische und außer-europäische kulturelle Stätten und Organisationen wird ebenfalls der Zugriff auf die Plattform ermöglicht, damit auch sie von den Erkenntnissen profitieren können.

Unter der Leitung der „Fundación Santa María la Real“, Spanien startete das TExTOUR-Projekt im Januar 2021. Die 18 involvierten Projekt-Partner vereinen dabei alle gesellschaftlichen und sozialen Aspekte im Projekt.

Die acht TExTOUR-Pilotquartiere sind:

1) UNESCO-Stätte Crespi d’Adda – Lombardei, Italien

2) Narva, postindustrieller Bezirk Kreenholm – Estland, Russland

3) Internationale Umgebindekulturlandschaft – Deutschland, Polen,
    Tschechien

4) Europäische Kulturroute der VIA REGIA – Ukraine, Weißrussland, Polen,
    Deutschland, Frankreich, Spanien

5) Trebinje-Region – Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien

6) Historischer Silber- und führende Nachbergbau-Unternehmen in
    Tarnowitz – Oberschlesien, Polen

7) Grenzüberschreitende UNESCO-Stätte Vale do Coa,
    Siega Verde – Portugal, Spanien

8) Die geschützte Region um Anfeh – Libanon und das Bergdorf
    Fikardou – Zypern

Unser Pilot, das Umgebindeland in der Lausitz, repräsentiert die grenzüberschreitende Kulturlandschaft von Polen, Tschechien und Deutschland. Einerseits die charakteristischen historischen Umgebindehäuser, andererseits geprägt durch historische und moderne Industrie vereint das Umgebindeland vor allem in kultureller Sicht die Region im Dreiländereck – sie bietet ein großes kulturtouristisches Potential.

Als neue Teilstrecke der Deutschen Fachwerkstraße soll nun auch der Schritt über die Grenze hinweg in das europäische Ausland angegangen werden, um die wertvolle ländliche Region in der Lausitz mit ihren lokalen und regionalen Besonderheiten zu unterstützen und entwickeln. Dies beinhaltet sowohl den Fokus auf das bauliche Erbe der Region als auch die Stärkung der lokalen Industrie und der touristischen Angebote vor Ort.

Gemeinsam mit der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft wird die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte in den kommenden vier Jahren in engem internationalen Austausch neue Strategien und Netzwerke im und um das Umgebindeland schaffen, um diese besondere Kulturlandschaft dauerhaft zu erhalten und zu fördern.

>This project hat received funding from the European Union´s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 101004687<

 


Deutsche Fachwerkstraße und HERCULES BIKES sind Kooperationspartner


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Deutsche Fachwerkstraße und HERCULES BIKES sind Kooperationspartner

Reisende mit dem Fahrrad sind eine der Zielgruppenschwerpunkte der Deutschen Fachwerkstraße. Auf rund 3900 km Länge lassen sich die sieben Regionalstrecken in unterschiedlichen Etappen per Fahrrad entdecken. Dazu gibt es in vielen Mitgliedsstädten noch besondere Angebote für Radreisende.

Mit dem Traditionsunternehmen und Fahrradhersteller HERCULES (gegründet 1886 in Nürnberg), besteht nunmehr eine Kooperation, die sich insbesondere auf Verkaufsförderungsmaßnahmen und Journalistenreisen erstreckt.

Erste Aktionen sind bereits geplant. Für beide Partner spielt die direkte Kundenansprache in den Zielgruppen auch weiterhin eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise auf Messen und Promotiontouren das Werbematerial der Deutschen Fachwerkstraße und der Firma HERCULES angeboten. Ein wichtiger Aspekt, um auch die neue Broschüre der Deutschen Fachwerkstraße „Mit dem Rad unterwegs“ in den Vertrieb und an den Interessenten zu bringen. Die Deutsche Fachwerkstraße informiert auf speziellen Radreisemessen über die Tourenradangebote/E-Bike-Angebote der Firma HERCULES. Aktionen mit dem Fahrradhandel – Auslage der Broschüre „Mit dem Rad unterwegs“ - und gemeinsame Pressereisen sind derzeit in Vorbereitung.

Dorothea Stania, Marketing-Managerin, Thomas Henke, Vertriebsleiter Deutschland – beide Fa. HERCULES - und Volker Holzberg, Vorsitzender des Marketingausschusses der Deutschen Fachwerkstraße, freuen sich über die Kooperation und sehen viele Möglichkeiten der Vermarktung zum Nutzen beider Partner.