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Quedlinburg

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Sehenswertes



 Stiftskirche St. Servatii - Foto: Jürgen Meusel
Stiftskirche St. Servatii - Foto: Jürgen Meusel.

Schlossberg

Auf einem Sandsteinfelsen ragt die mehr als tausendjährige romanische Stiftskirche wie ein Wahrzeichen über der Stadt. Die im Jahr 1129 geweihte flachgedeckte Basilika besaß bereits drei Vorgängerbauten. Der monumentale Sandsteinbau zeigt sowohl an der Fassade als auch in der Ornamentik des Innenraumes starke lombardische Einflüsse. Die gotischen Formen des um 1320 über der Krypta errichteten hohen Chores, sind nur von außen sichtbar. Im Inneren wurde 1938 durch eine Apsiswand versucht, den romanischen Gesamteindruck wieder herzustellen. Der Innenraum wird durch den niedersächsischen Stützenwechsel gegliedert. Dieser Wechsel von Pfeiler und Säulen trennt Haupt- und Seitenschiffe, Im Westen begrenzt die Kaiserloge den sakralen Raum. Im Osten führt eine Treppe in den Hohen Chor und zu den Schatzkammern, die seit 1993 wieder den berühmten Quedlinburger Domschatz beherbergen. In der Krypta unter dem Hohen Chor befinden sich die Königsgräber des ersten deutschen Königs, Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde.


 Krypta der Stiftskirche - Foto: Elmar Egner
Krypta der Stiftskirche - Foto: Elmar Egner.

Stiftskirche St. Servatii

Die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatius gehört zu den bedeutendsten Bauten der Romanik. Die 1129 geweihte, flachgedeckte Basilika besaß bereits drei Vorgängerbauten. 936 wurde hier König Heinrich begraben. Der monumentale Sandsteinbau zeigt sowohl an der Fassade als auch in der Ornamentik des Innenraumes starke lombardische Einflüsse. Die gotischen Formen des um 1320 über der Krypta errichteten Chors sind nur von außen sichtbar. Im Inneren versucht eine 1938 errichtete Apsiswand, den romanischen Gesamteindruck wiederherzustellen. Das Turmpaar ist im Zuge der Restaurierungsarbeiten unter Ferdinand von Quast im 19. Jahrhundert errichtet worden. Nach Beschädigung durch amerikanischen Artilleriebeschuss 1945 erhielten die Turmhelme die heutigen flachen Zeltdächer. Der Innenraum wird durch Pfeiler und Säulen (niedersächsischer Stützenwechsel) gegliedert. Sie trennen Haupt- und Seitenschiffe. Im Westen begrenzt die sogenannte Kaiserloge den sakralen Raum. Im Osten führt eine Treppenanlage in den Hohen Chor und zu den Schatzkammern, in denen der berühmte Domschatz zu sehen ist. Unter dem Chor liegt die Krypta mit den Gräbern des ersten deutschen Königspaares.


Stiftskirche St. Servaii/ Domschatz Quedlinburg
Schlossberg 1g
06484 Quedlinburg
Telefon 03946 709900
Telefax 03946 524379
post@domschatzquedlinburg.de
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Die Altstadt

994 verlieh Otto III., seiner Tante Mathilde , Äbtissin des Frauenstifts auf dem Schloßberg, das Markt-, Münz- und Zollrecht. Es wurde zur Geburtsurkunde der Stadt Quedlinburg.Im Bereich um die heutige Marktkirche entstand ein ottonischer Markt, der schon bald die ihn umgebende Mauer sprengte und eine Erweiterung in Richtung des heutigen Marktplatzes nötig machte. Den neuen Mittelpunkt der rasch wachsenden Marktsiedlung bildete das heute noch stehende, 1310 erstmalig erwähnte Rathaus. Nach und nach wurden auch die bäuerlichen Ansiedlungen um die Blasii- und Ägidiikirche sowie das Word- und das Pöllenviertel von einer Stadtmauer umgeben. 1426 trat die aufstrebende Stadt der Hanse bei und versuchte im gleichen Jahrhundert sich aus der Abhängigkeit vom Stift zu lösen. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen blieb Quedlinburg bis 1802 dem Frauenstift unterstellt. Ackerbau, Viehzucht und Handwerk ernährten die Bürgerschaft. Im 19. Jahrhundert brachte die Saatzucht der Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und machte Quedlinburg über die Landesgrenzen hinaus bekannt.


 Foto Andrea Fleischmann
Foto Andrea Fleischmann.

Der Münzenberg

Dem Schloßberg direkt gegenüber erhebt sich der Münzenberg, 986 ließ die erste Äbtissin des Quedlinburger Frauenstiftes, die Kaisertochter Mathilde, zusammen mit ihrer Schwägerin, der Kaiserin Theophanu, hier das Marienkloster errichten. Die Nonnen sollten die Fürsorge für das Seelenheil des verstorbenen Kaisers Otto II. übernehmen. Bis zur Einführung der Reformation bildete die romanische Marienkirche auf dem Münzenberg das Pendant zur Stiftskirche auf dem Schloßberg. Ende des 16. Jahrhunderts bauten Kesselflicker, Scherenschleifer, Hausierer und Bettelmusikanten ihre kleinen, schmalbrüstigen Häuschen in die bereits verfallenen Klostergebäude hinein. Heute ist die Klosterkirche in Teilen wieder begehbar gemacht . Ein Museum vermittelt Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Münzenbergs und die Baugeschichte der Marienkirche. In der ehemaligen Klosterküche mit ihrem urigen Schornstein ist eine attraktive Ferienwohnung entstanden. Ein herrlicher Blick auf Stadt und Schloß lädt nach dem Aufstieg über 107 Stufen zum Verweilen ein.