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Bad Camberg

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Museen



Stadt- und Turmmuseum

Das Stadt- und Turmmuseum wurde am 5. Juni 1981 eröffnet. Es soll als stadtgeschichtliches und naturkundliches Museum dem Besucher unsere Heimat näherbringen.
Die Hohenfeldkapelle als musealer Raum, der große Otto-Schöfer-Saal für heimatgeschichtliche Darstellungen, die Galerie für das ehemalige heimische Handwerk und die Räume des viergeschossigen Turmes bilden die Grundlage zum weiteren Ausbau jeder Abteilung.
Seit 1995 kann den Besuchern in den Räumen des Amthofes eine für unsere Stadt seit über 185 Jahren bestehende Besonderheit nahegebracht werden: Die jüngste Museumsabteilung zeigt Dokumente zur Bildung und Erziehung Gehörloser und Schwerhöriger im Nassauer Land und den angrenzenden Gebieten.



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Alte Jüdische Schule

Schon im Jahre 1465 hatten vermutlich die ersten Juden in Camberg gelebt. Seit 1576 ist ihre Existenz nachgewiesen. 1662 lebten hier schon fünf Familien mit 32 Personen. Ein reges kulturelles und geistiges Leben war durch die starke Gemeinde schon früh gegeben. Aus den umliegenden Orten kamen sie nach Camberg, um in ihrer Synagoge zu beten. Da es in Idstein nur eine kleine Gemeinschaft gab, kamen auch von dort die Juden nach Camberg.

1756 wurde erstmals eine Synagoge genannt. 1770 kaufte die jüdische Gemeinde in der Hauptstraße ein Haus und richtete im 3. Stock eine Synagoge ein. Im Winter 1775 brach hier ein Brand aus und die Gemeinde musste ihren Gebetsraum aufgeben. In der Hainstraße stand dicht an der Stadtmauer ein kleines Haus, das 1768 Johannes Löb von Heinrich Lottermann kaufte. Es musste sich um ein kleines Haus gehandelt haben, denn im Schatzungsregister von Camberg wird es mit 4 Pfennig Steuer belegt. Mit der Jahreszahl 1773 ist der Name "Löb" gestrichen und mit "Judenschule" ergänzt. Damit hatte die Gemeinde wieder eine Synagoge und Judenschule. Im "Spezialkataster der Bürgerschaft" von 1807 wird als Besitzer die Judenschaft genannt und der Wert mit 130 Gulden angegeben. 10 Jahre später wird im Brandkataster die Grundfläche der Judenschule mit 18x11 Fuß (5,40 x 3,30 Meter = 17,8 qm) aufgeführt. Nachbarn waren rechts Peter Munsch (heute Hainstraße 23) und links Christian Urban (heute Hainstraße 19). Um 1838 erbaute die jüdische Gemeinde in der Schmiedgasse eine neue Synagoge. Das Gebäude in der Hainstraße blieb in ihrem Besitz und diente fortan als Schule, Wohnhaus des Judenlehrers und als Mikwa, ein Judenbad. 1837 ist einem Bericht des Idsteiner Medizinalrats Kleinschmidt zu entnehmen, dass ein kleines Judenbad sich im Keller befand, keine eigene Quelle habe und in sehr schlechtem Zustand sei.



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kurverwaltung@bad-camberg.de
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