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Vom Neckar zum Schwarzwald und Bodensee

560 km  

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Stiftskirche St. Pancratius
Gestiftet von Markgraf Hermann von Baden und seiner Frau Judith. Grablege der Markgrafen von Baden vom frühen 12. Jahrhundert bis etwa 1240, sterbliche Überreste seit 1929 in der wiederhergestellten Krypta. 1116 Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts. 1477 in ein weltliches Kollegialstift umgewandelt. Um 1500 Anbau des sterngewölbten Chors. 1693 ausgebrannt, 1697 Wiederaufbau eines einfachen Kirchenschiffes. Seit der Reformation Hauptkirche der evangelischen Kirchengemeinde.

Ehemaliges herzogliches Schloss
1606 bis 1627/28 nach den Plänen des Landesbaumeisters Heinrich Schickhardt (1558-1635) errichtet, zur Ausführung kam nur ein Flügel. 1693 durch den Stadtbrand stark beschädigt, danach als Fruchtkasten verwendet. Ausbau und Erweiterung von 1875 bis 1877 für Kanzleien des Oberamts. Heute Amtsgericht. 2006 Neugestaltung der Freifläche durch die Stuttgarter Landschaftsarchitekten Verdyck Gugenhan.

Ehemalige Stiftsverwaltung/Stiftskellerei
An der Südostecke des Stiftsbezirkes gelegen. 1693 bis auf das gemauerte Erdgeschoss abgebrannt. 1696 in Zierfachwerk unter einem Halbwalmdach wieder aufgebaut. 1806 Aufhebung der Stiftsverwaltung, anschließend Kameralamt, später Finanzamt. Erweiterungen nach Nordosten von 1908, 1926 und 1949 unter Beibehaltung der Dominanz des ältesten Gebäudes. Renovierung und neue Farbgebung 2005/06. Seit März 2006 Dienstgebäude der Stadtverwaltung.

Rathaus
Erster Rathausbau entstand 1599/1601. 1693 bis auf den steinernen Unterbau abgebrannt. Ab 1716 auf den alten Grundmauern als Fachwerkgebäude wieder erbaut. 1981 Brunnen zur Erinnerung an den „Backnanger Gänsekrieg“ von 1606 bis 1612.

Turmschulhaus
1122 Weihung der Pfarrkirche St. Michael. 1693 wird das Kirchenschiff Opfer des Stadtbrandes. 1816/17 Errichtung eines Turmschulhauses an der Stelle der Ruine des Kirchenschiffs. Bis 1992 Schulhaus. Heute Galerie der Stadt Backnang. 2001 Sanierung und neue Außentreppe von Johannes Manderscheid.

Stadtturm
Über dem frühgotischen Chor der ehemaligen Michaelskirche, der aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt, mit polygonalem Grundriss, neunteiligem Gewölbe, reichhaltigen Kapitellen und mit von der französischen Hochgotik von Reims beeinflussten Stilelementen. 1519 Einsturz des hölzernen Turms. 1614 veränderter Wiederaufbau des Stockwerks nach dem Entwurf von Landesbaumeister Heinrich Schickhardt. Nach der Zerstörung der Stadt 1693 größtenteils abgebrannt. Turmchor und Teile des Turms blieben erhalten. 1699 Wiederaufbau nach den Plänen Schickhardts. Heute 45 m hohes Wahrzeichen der Stadt.

Fachwerkensemble Marktstraße
Altstädtisches Teilgebiet mit geschlossener Fachwerkstruktur in barockem und klassizistischem Stil. Jugendstilbrunnen von 1912 mit schönem Ziergitter unter der Kirchstaffel. Figürliches Gefallenendenkmal unterhalb der Städtischen Galerie von 1924

„Totenkirchle“
Kirche „Unserer Lieben Frau im Eckartsbach“. 1452 erbaut. Kirchenschiff im 19. Jahrhundert als Wohnhaus umgenutzt. 1967 durch Neubau ersetzt. Chor und Ansatz der südlichen Schiffsmauern von 1452 sind mit dem Kreuzrippengewölbe und gotischen Maßwerkfenstern erhalten.

Restaurant Limpurg
1898 vom Backnanger Oberamtsbaumeister Christian Hämmerle (1843-1916) errichtetes Ausflugslokal. Reich verzierter Sichtfachwerk-Rechteckbau mit zwei großen, leicht vortretenden Zwerchhäusern, überragt von einem nach oben ausladenden Turm ohne Spitze. Exemplarisches Beispiel des Eklektizismus.

Hauptgebäude der Spinnerei J. F. Adolff
Architektonischer Höhepunkt eines ausgedehnten Fabrikkomplexes. Von 1906 bis 1910 vom Industriearchitekten Philipp Jakob Manz (1861-1936) erbaut. Viergeschossiger, axial gegliederter Backsteinbau mit einem dominierenden südwestlichen Eckbau, der in einen von vier Dachhäuschen gesäumten Rundturm mit geschweifter Kuppel übergeht. Weiter architektonischer Akzent durch Risalit mit Schweifgiebel und polygonalem Turmaufsatz. Heute u.a. Sitz des Finanzamtes.

Ehemalige Direktorenvilla
1912/13 als Wohnhaus für Unternehmer Eugen Adolff erbaut. Sehr gut überlieferte Jugendstilvilla mit Tennishäuschen und Baum bestandenen Gartens der Architekten Schuh und Hagel aus Stuttgart-Cannstadt. Großzügiges und aufwendig gestaltetes zweigeschossiges Wohnhaus mit Mansardwalmdach. Äußeres Erscheinungsbild und innerer Ausbau sowie eine Jugendstilausstattung annähernd unverändert. Heute Sitz der Backnanger Jugendmusikschule.

Ehemaliges Lehrerseminar
Städtebaulich beherrschender drei- bis viergeschossiger Bau mit drei Türmchen gekrönten Risaliten über dem nordwestlichen Murrtalhang. Von 1906 bis 1909 nach Plänen von Oberbaurat Berger erbaut. Heute Mörikeschule als Grund- und Hauptschule.


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